Kappenabend 2010

Mit „Feuer auf dem Dach“ brachten 18 Tänzerinnen und Tänzer den Feuerwehrsaal in Nieder-Mörlen zum Kochen.

Am vergangenen Samstag, pünktlich um 20.11h, startete die Freiwillige Feuerwehr Nieder-Mörlen ihren diesjährigen Kappenabend.

Vor nicht ganz ausverkauftem Saal begrüßten Lisbeth, alias Susanne Dahm und Elfriede, alias Heike Dallwitz die Zuschauer. In diesem Jahr kamen die Beiden von einer Kreuzfahrt und trafen sich auf der Feuerwehr-Bühne auf eine Tasse Kaffee, um sich ihre gemeinsamen Bilder anzusehen.

Als erstes schwärmte Elfriede von den tollen Mädels der Bord-Crew in ihren tollen Uniformen. Diese wurde von der mittleren Garde des Weiseler Karnevalsvereins (WKV) mit einem tollen Gardetanz dargestellt. Die Garde ist bei der Feuerwehr immer ein gerngesehener Gast und eine Bereicherung für das Programm.

In diesem Jahr startete der Büttenreden-Reigen gleich mit 2 Nachwuchskünstlern. Antonia Dallwitz, 8Jahre alt, war der Meinung, dass sie zwar zum Reden vielleicht noch einen Hocker braucht um über den Rand der Bütt zu schauen, aber trotzdem für die Fastnacht nicht zu klein sei. Ihr Debüt in der Bütt war ein voller Erfolg und wurde mit viel Applaus belohnt.

Germany`s Next Top-Model war bei der Feuerwehr-Sitzung auch mit von der Partie. Constantin Boden schlüpfte in diese Rolle und lief auf Highheels und Minirock mit schwingenden Hüften über die Bühne. In seinem Vortrag nahm er nicht nur das Leben eines Top-Models, sondern auch die Politik unter die Lupe. Auch die Wehrführung und der Vorstand der Feuerwehr bekamen ihr Fett weg.

Ein Bienenschwarm, tänzerisch dargestellt von den Frauen der Pfarrei (Christel Hintermüller, Christa Schlitz, Ulrike Heil, Elke Ratz, und Ersatzbiene Jessica Heil) sorgten dann für Aufregung im närrischen Bau.

Nach der Begrüßung der Ehrengäste waltete Bürgermeister Bernd Witzel seines ehrenvollen Amtes und verlieh den Bürgermeisterorden der Stadt Bad Nauheim in diesem Jahr an das Blasorchester der Feuerwehr.

Dieser wurde von Claudia Schlitz, stellvertretend für das gesamte Orchester entgegengenommen.

Mit einer Runde Schunkellieder bedanke sich das Blasorchester beim Publikum und dem Bürgermeister.

Als Emanze Constanze ließ Jessica Heil kein gutes Haar an den Männern, so dass Elfriede ihr zum Schluss Begleitschutz anbieten musste.

Auf das ruhige Almleben kam danach Martina Galbierz in Dirndl und Wanderschuhen zu sprechen. Aber sie wurde schnell von Christina Hammann als Lady Rock aus der Großstadt unterbrochen. Beide lieferten sich ein Rededuell, das die Lachmuskeln des Publikums strapazierte.

Die Fire-Dancers (Eva-Maria Walter, Hannah Keiling, Sandra Zimmer, Jasmin Tomänendahl und Jessica Heil) entführten die Zuschauer dann in den wilden Westen. Ein spritziger Tanz, mit American Line Dance Elementen, wurde mit viel Applaus und Zugabe Rufen belohnt.

Vor der Pause schwärmte Lisbeth dann vom guten Essen an Bord, wobei Elfriede eher wenig mit den kulinarischen Genüssen anfangen konnte. Sie sehnte sich nach einem gebratenen Hähnchen oder einem guten Handkäs. Zur Melodie von Angie (von den Rolling Stones) sangen die beiden dann ein Loblied auf ihre Lieblingsspeisen. Diese Gesangseinlage wurde vom Publikum mit großem Applaus belohnt.

Nach der Pause wurden dann alle Helfer hinter den Kulissen, die Techniker, die Küchen und Thekenmannschaft, die Bedienungen und die Kassierer auf die Bühne geholt und bekamen für ihren Einsatz den diesjährigen Hausorden.

Ehrenpräsident Horst Risch stand in diesem Jahr als Ex-Weinkönig vom Johannisberg in der Bütt.

Die Zuschauer lauschten mit Spannung seinem Vortrag.

Einsatz Nr. 003/2010 – Wohnungsbrand – Bad Nauheim, Haagweg

19.01.2010 – Zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden hatte die Feuerwehr Bad Nauheim einen ausgedehnten Wohnungsbrand zu bekämpfen.  Im Haagweg brannte am späten Montagabend eine Souterrainwohnung. Durch Brandrauch sind alle acht Wohneinheiten vorläufig nicht mehr benutzbar. Elf Personen erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten zur Beobachtung stationär in Kliniken eingeliefert werden. Nach ersten Schätzungen entstand Sachschaden in Höhe von etwa 300.000 Euro. Nach Erkenntnissen der Polizei ist ein Weihnachtsbaum die Ursache für den Brand.

Bad Nauheim – Durch einen Weihnachtsbaum entstand in der Souterrainwohnung einer 32-jährigen Mutter im Haagweg ein Brand. Unter Mithilfe eines 70-jährigen Nachbarn rettete sie sich zusammen mit ihren vier Kindern im Alter von 5 bis 13 Jahren über die Fenster ins Freie. Durch lautes Rufen informierten sie die Nachbarn und alarmierten die Feuerwehr.

Um 23.13 Uhr alarmierte die Zentrale Leitstelle Wetterau die Feuerwehr Bad Nauheim, Notarzt und Rettungswagen – genau wie in der Nacht zuvor – wieder mit der Ergänzung „Menschenleben in Gefahr“. Die Brandwohnung gehört zu einem Komplex mit mehreren aneinanderhängenden Gebäuden, meist mit zwei Geschossen. Zu dem vom Brand betroffenen Bereich gehören acht Wohneinheiten. Insgesamt sind dort 14 Personen gemeldet.

Stadtbrandinspektor Ronald Neumann, der wie am Vortag die Einsatzleitung hatte, ließ noch auf der Anfahrt die Stadtteilwehren Nieder-Mörlen und Steinfurth, die Drehleiter aus Friedberg und weitere Rettungsmittel alarmieren. Den zuerst eintreffenden Einsatzkräften bot sich folgende Lage: Große Flammen schlugen aus einem Fenster der Souterrainwohnung, der Treppenraum war komplett verqualmt und konnte als Fluchtweg nicht mehr genutzt werden. Mehrere Personen hielten sich auf der Rückseite des Gebäudes auf den Balkonen im erhöhten Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss auf.

Sofort bereiten zwei Trupps unter Atemschutz die Brandbekämpfung von der Vorderseite vor, ein dritter Atemschutztrupp durchsuchte die übrigen Wohnungen. Weitere Feuerwehrleute eilten mit tragbaren Leitern über einen schmalen Wirtschaftweg auf die Rückseite des Gebäudes. Die dort ausharrenden Bewohner hatten teilweise nur ein Nachthemd oder Schlafanzug an und waren überwiegend barfuß. Feuerwehrleute trugen ein Kind und seine Mutter auf dem Arm bzw. huckepack in den sicheren Bereich und übergaben sie in die Obhut des Rettungsdienstes. Eine 84-jährige Bewohnerin blieb im 1. OG in einem sicheren Bereich ihrer Wohnung und wurde von Feuerwehrleuten betreut.

Die Notdienste der Stadtwerke Bad Nauheim unterbrachen die Energieversorgung. Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann und sein Stellvertreter Michael Kinnel waren ebenfalls wieder zur Einsatzstelle geeilt. Bad Nauheims Bürgermeister Bernd Witzel und Brandschutzdezernent Peter Baumann informierten sich vor Ort über die Lage.

Der Brand war innerhalb kurzer Zeit gelöscht. Mit einem Hochleistungslüfter wurden der Treppenraum und die oberen Wohnungen intensiv belüftet. Daraufhin konnte auch die ältere Dame mit einer Fluchthaube geschützt und von Feuerwehrleuten begleitet ohne Probleme über die Treppe zu den Rettungskräften geleitet werden. Elf Personen, darunter fünf Kinder, hatten durch den Brand Rauchgasvergiftungen erlitten. Sie wurden zur Beobachtung in die Unikliniken Frankfurt und Gießen und das Krankenhaus Frankfurt-Höchst transportiert.

Weil alle acht Wohnungen intensiv verraucht waren, ist das Haus zunächst nicht bewohnbar. Aufgrund guter sozialer Kontakte kamen die unverletzt gebliebenen Bewohner noch in der Nacht bis auf weiteres bei Angehörigen und Nachbarn unter.

An der Einsatzstelle waren die Feuerwehren aus Bad Nauheim, Nieder-Mörlen, Steinfurth, Friedberg, Echzell, Bad Vilbel und die Brandschutzaufsicht mit insgesamt 65 Feuerwehrleuten und 19 Fahrzeugen. Die verschiedenen Rettungsdienstorganisationen waren mit 16 Fahrzeugen und 32 Notärzten und Rettungsassistenten vor Ort, ebenso mehrere Streifen der Polizei.

Auf Anforderung der Polizei kam das Technische Hilfswerk aus Friedberg zur Einsatzstelle. Ihre Aufgabe war es die durchgebrannten Fenster und Türen zu verschließen und somit zu sichern. Gegen 3.00 Uhr verließ das letzte Fahrzeug die Einsatzstelle. Warum der Weihnachtsbaum in Brand geraten ist, werden die Untersuchungen der Brandursachenermittler zeigen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Polizei und Feuerwehr schätzen den entstandenen Sachschaden auf etwa 300.000 Euro. Sicherlich auch durch den Brand am Vortag in der Frankfurter Straße war das Aufgebot der Medienvertreter sehr groß. Mehrere Radio- und Filmteam waren noch in der Nacht zur Einsatzstelle gekommen. Auch am Dienstagvormittag machten Filmteams noch Aufnahmen.

Nach letzten Informationen sind alle verletzten Personen Wohl auf und sollen noch im Laufe des Tages die Krankenhäuser verlassen können.

Text: Robert Winkler (FF Nieder-Mörlen)
Bilder: Robert Winkler sowie Gregor Hasuk und John Smith (beide FF Bad Nauheim)

Einsatz Nr. 002/2010 – Wohnungsbrand – Bad Nauheim, Frankfurter Str

18.01.2010 –  In der Nacht zum Montag ereignete sich in der Kernstadt Bad Nauheim ein Brand bei dem eine 75-jährige Frau eine Rauchgasvergiftung erlitt und etwa 175.000 Euro Sachschaden entstand. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.

Bad Nauheim – Um 0.52 Uhr wurde der Zentralen Leitstelle Wetterau in Friedberg telefonisch ein Feuer in Bad Nauheim in der Frankfurter Straße 15 gemeldet. Daraufhin wurde die Feuerwehr Bad Nauheim, der Notarzt und zwei Rettungswagen der Johanniter-Unfallhilfe Bad Nauheim mit dem Hinweis „Menschenleben in Gefahr“ alarmiert. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus mit fünf Geschossen und jeweils fünf Wohnungen auf jeder Ebene. 33 Personen sind dort mit ihrem Wohnsitz gemeldet.

Bereits auf der Anfahrt sahen die ersten Einsatzkräfte Flammen aus einer Wohnung im 5. Obergeschoss schlagen. Stadtbrandinspektor Ronald Neumann ließ sofort die Stadtteilwehren Nieder-Mörlen, Steinfurth und Schwalheim, die Drehleiter aus Friedberg, die Brandschutzaufsicht und weitere Rettungswagen nachalarmieren. Unter Atemschutz gingen zwei Trupps über den Treppenraum zur Brandbekämpfung vor. Ein weiterer Trupp drang über die Drehleiter in die brennende Wohnung ein.

Zeitgleich räumten Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Polizei alle Wohnungen. Die 75-jährige Bewohnerin der vom Brand betroffenen Wohnung erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Alle anderen Bewohner blieben unverletzt. Auf Grund der niedrigen Temperaturen wurden sie zunächst zur Rettungswache der Johanniter-Unfallhilfe gebracht. Die Notdienste der Stadtwerke Bad Nauheim unterbrachen die Gas und Stromversorgung. Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann, sein Stellvertreter Michael Kinnel und weitere Brandmeister waren ebenfalls zur Einsatzstelle geeilt. Auch Bad Nauheims Brandschutzdezernent Peter Baumann informierte sich vor Ort über die Lage.

Um 1.42 Uhr war der Brand gelöscht. Die nicht eingesetzte Drehleiter aus Friedberg und freie Einsatzkräfte fuhren danach sukzessive zurück zu ihren Unterkünften. Nach dem Ende der Löscharbeiten und dem Belüften zeigte sich der Umfang des Schadens. Die Wohnung ist komplett ausgebrannt und bedarf der umfassenden Renovierung. Polizei und Feuerwehr schätzen den Sachschaden auf rund 175.000 Euro. Die benachbarten und darunter liegenden Wohnungen wurden weder vom Feuer noch vom Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Nach der Kontrolle durch Stadtbrandinspektor Neumann und die Polizei konnten die vorher Evakuierten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

An der Einsatzstelle waren die Feuerwehren aus Bad Nauheim, Nieder-Mörlen, Steinfurth, Schwalheim, Friedberg, Echzell, Bad Vilbel und die Brandschutzaufsicht mit insgesamt 72 Feuerwehrleuten und 24 Fahrzeugen sowie 16 Fahrzeuge der verschiedenen Rettungsdienste und mehrere Streifen der Polizei.

Um 3.34 Uhr ließ die Polizei das Technische Hilfswerk aus Friedberg zur Einsatzstelle beordern. Sie sollten die durchgebrannten Fenster zum Balkon und die Eingangstür verschließen und sichern. Um 4.35 Uhr verließ das letzte Fahrzeug der Feuerwehr die Einsatzstelle. Während der Dauer des Einsatzes war die Frankfurter Straße voll gesperrt. Bis zum Einsatzende lagen keine gesicherten Erkenntnisse zur Brandursache vor. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nach einer zwischenzeitlichen Pressemeldung der Polizei könnte der Brand durch eine brennende Kerze in der Wohnung entstanden sein.

Text und Bilder: Robert Winkler (FF Nieder-Mörlen)

Einsatz Nr. 001/2010 – Wasserrohrbruch – Nieder-Mörlen, In den Nussgärten

06.01.2010 – Nieder-Mörlen – Der anhaltende Dauerfrost führte jetzt auch in Nieder-Mörlen zu einem größeren Schaden. In einem unbewohnten Haus fror eine Wasserleitung auf. Der Schaden am Gebäude ist derzeit nicht abschätzbar und wird erst nach dem Ende der Frostperiode zu beziffern sein.

Die Stadtwerke Bad Nauheim stellten im Bereich der Straße »In den Nußgärten« in Nieder-Mörlen einen ungewöhnlich hohen Wasserverbauch fest. Sie gingen von einem Wasserrohrbruch aus und machten sich auf die Suche. An einem zweigeschossigen Einfamilienhaus wurden sie fündig. Wasser trat an einigen Stellen durch das Mauerwerk nach außen und formte lange Eiszapfen. Auf den Stufen vor der Haustür hatte sich ein mehrere Zentimeter dicker Eispanzer gebildet. Wie lange das Wasser bereits unkontrolliert austrat ist nicht bekannt. Die ältere Eigentümerin lebt seit längerer Zeit in einem Wohnheim.

Gegen 15 Uhr stellten die Mitarbeiter der Stadtwerke die Wasserversorgung zu dem Gebäude ab, trennten es vom Stromnetz und informierten die Feuerwehr. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Wolfgang Löffler und sechs Kameraden aus Bad Nauheim und Nieder-Mörlen stellten den Wasseraustritt im Bad im Obergeschoss fest. Das Wasser floss durch Wände und Decken bis in den Keller und stand dort etwa 35 Zentimeter hoch. Mit zwei Tauchpumpen wurde das Wasser abgepumpt und die Reste anschließend mit zwei Hochleistungs-Industriesaugern so weit wie möglich entfernten. Löffler ging davon aus, dass die Arbeiten bis 19 Uhr beendet sein sollten. Nach seiner Einschätzung hängt die Höhe des Schadens entscheidend davon ab, wie schnell das Gebäude jetzt wieder trocken gelegt werden kann. Die für die nächsten Tage vorhergesagten Minustemperaturen dürften den Schadensumfang allerdings noch vergrößern.

Text und Bilder: Robert Winkler (FF Nieder-Mörlen)

Einsatz Nr. 023/2009 – Ölspur – Nieder-Mörlen, Theodor-Heuss-Str., Dürerstr., Friedhofstr.

Im Bereich Theodor-Heuss-Str., über die Dürerstr. bis zur Friedhofstr. waren geringe Mengen Diesel auf der Strasse. Durch den Regen wurden diese verwaschen, so dass die Flecken relativ groß aussahen. Die Dieselspur wurde mit einem Spezielmittel eingesprüht und die Strasse dann mit Besen gereinigt.

Einsatz Nr. 022/2009 – Wasserrohrbruch – Nieder-Mörlen, Steinfurther Weg

In einem dreigeschossigen Wohnhaus kam es infolge eines Wasserrohrbruches zu Wasserschäden. Das Wasser trat aus der Zwischendecke vom dritten OG ins zweite OG aus. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte das Wasser bereits seinen Weg bis in den Keller gefunden. Durch die Feuerwehr wurde die Wasserleitung abgestellt und das ausgetretene Wasser mittels I-Sauger aufgenommen.

Einsatz Nr. 021/2009 – Zimmerbrand – Nieder-Mörlen, Rembrandtstr.

Genau um 02.00 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Bad Nauheim und Nieder-Mörlen am frühen Donnerstagmorgen zu einem Zimmerbrand in die Rembrandtstrasse nach Nieder-Mörlen alarmiert. Bis zum Abschluss der Löscharbeiten stand die Brandursache noch nicht endgültig fest. Es könnte sich aber um einen Defekt an einem elektrischen Gerät gehandelt haben. In Folge dessen brannte ein Sessel im Erdgeschoss mit großer Rauchentwicklung ab. Zu diesem Zeitpunkt schliefen drei Personen im Obergeschoss des Hauses. Zwei Personen retteten sich über den Treppenraum ins Freie. Ein Mann rettete sich noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr über eine Leiter. Danach unternahm er erste Löschversuche. Unter der Leitung von Nieder-Mörlens Wehrführer Bernd Hartmann gingen zwei Feuerwehrleute unter Atemschutz in das Haus vor. Innerhalb weniger Minuten löschten sie die Reste des Sessels endgültig. Mit einem Hochdrucklüfter wurde die Wohnung intensiv belüftet. Die Besatzung eines RTW der JUH kümmerte sich um einen Bewohner mit leichter Rauchgasvergiftung. An der Einsatzstelle waren 20 Feuerwehrleute mit zwei Löschgruppenfahrzeugen aus Nieder-Mörlen und der Drehleiter aus Bad Nauheim sowie eine Streife des Polizeipostens Bad Nauheim. Das LF 16 aus Bad Nauheim konnte sofort wieder zum Stützpunkt zurück fahren. Auch Stadtbrandinspektor Ronald Neumann war nach Nieder-Mörlen geeilt. Bedingt durch die offene Bauart der Wohnung und die damit verbundene Ausbreitung des Brandrauchs wird der Sachschaden auf etwa 50.000 Euro geschätzt.

Jahresabschlussübung 2009 in der amerikanischen Wohnsiedlung

03.12.2009 – In aller Regel werden die Feuerwehren heutzutage nicht mehr durch Sirenen alarmiert. Heulen die Sirenen dennoch, ist das also eine nicht alltägliche Situation. So geschehen vor einigen Tagen in Nieder-Mörlen. Wehrführer Bernd Hartmann und sein Team hatten sich für die herbstliche Alarmübung eine ganz besondere Übungslage ausgedacht.

Als Übungsobjekt diente ein Block der ehemaligen amerikanischen Wohnsiedlung in Bad Nauheim. Diese Gebäude werden zurzeit für den Abbruch vorbereitet und bieten so fast ideale Übungsmöglichkeiten.

Das Übungsdrehbuch sah folgende Lage vor: Bei Schweißarbeiten im Keller war ein Brand ausgebrochen und dabei wurden drei Personen vermisst. Das Kellergeschoss war stark verraucht. Personen im 2. und 3. Obergeschoss war der Fluchtweg durch den ebenfalls verrauchten Treppenraum abgeschnitten.

Zusammen mit den beiden Löschgruppenfahrzeugen aus Nieder-Mörlen erreichte auch die Drehleiter der Kernstadt die fiktive Einsatzstelle. Einsatzleiter Dirk Kahlert schickte zwei Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung in den Keller vor. Ein weiterer Trupp stand als Rettungstrupp in Bereitschaft. Parallel dazu ließ er jeweils eine Person über den Korb der Drehleiter aus dem 2. und 3. Obergeschoss retten. Zusätzlich wurde die „Einsatzstelle“ mit einem Hochdrucklüfter rauchfrei geblasen. Nach kurzer Zeit waren die Vermissten gefunden und mit Tragen in Freie gebracht worden.

Als Beobachter der Übung waren Bad Nauheims Brandschutzdezernent Peter Baumann und der stellvertretende Stadtbrandinspektor Wolfgang Löffler erschienen. In einem kurzen Resümee lobten sie die gute Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten und das zügige Vorgehen der Einsatzkräfte. Wehrführer Bernd Hartmann lud nach dem Abbau der Gerätschaften zu einem kleinen Imbiss in das Feuerwehrhaus ein.

Text: Robert Winkler, FF Nieder-Mörlen

Alarmübung 2009 – Dolce Bad Nauheim

Bad Nauheim: „Brand“ im Hotel Dolce gelöscht und 125 Personen evakuiert

10.11.2009 – Eine Alarmübung bei laufendem Hotelbetrieb ist für eine Feuerwehr leider nur selten durchführbar. Bei der jährlichen Evakuierungsübung des Hotel Dolce übten jetzt 125 Hotelgäste, Mitarbeiter und die Feuerwehren Bad Nauheim und Nieder-Mörlen miteinander.

Erschrocken sahen viele Bad Nauheimer Bürger am Montagabend mehrere Feuerwehrfahrzeuge aus Nieder-Mörlen und der Kernstadt mit zuckenden Blaulichtern und Martinshorn durch die Stadt fahren. Ziel war für alle das Hauptgebäude des Hotel Dolce. Zumindest bei der Alarmierung war nur einem kleinen Personenkreis bekannt, dass es sich um eine Alarmübung handelte. Wie andere Hotels hat auch das Dolce einen Notfallplan wie bei einem Brand zu verfahren ist. Der Schutz der Hotelgäste und Mitarbeiter hat dabei oberste Priorität. Um das Evakuierungskonzept zu überprüfen und das Personal zu unterweisen führt das Dolce jährlich einmal eine Räumungsübung durch. Stadtbrandinspektor Ronald Neumann nahm gerne die Einladung der Hoteldirektion an bei dieser Übung mitzuwirken. Bietet sich doch für eine Feuerwehr nur selten die Möglichkeit in einem solchen Objekt bei laufendem Betrieb zu üben.

Das Übungsdrehbuch sah vor, dass in einem ungenutzten Seminarraum im Untergeschoss ein Brand ausbrach. Ein Hotelgast bemerkte es und betätigte den Feuermelder. Telefonisch kam die Ergänzung „Rauch im Keller!“.

Einsatzleiter Kay Wilde (oben Mitte) bespricht sich mit seinen Führungskräften und orientiert sich am Brandmeldetableau des weitläufigen Gebäudekomplexes.

Parallel zur Alarmierung der Feuerwehr begannen die Mitarbeiter damit das Gebäude zu räumen. Dazu kontrollierten sie alle 160 Gästezimmer und die 27 Konferenzräume des Hotels. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr waren die zu diesem Zeitpunkt 75 Hotelgäste und 50 Hotelbediensteten bereits im Freien in Sicherheit.

Aus der Kernstadt und Nieder-Mörlen eilten 45 Feuerwehleute mit acht Fahrzeugen zum Übungsobjekt. Kay Wilde, Wehrführer der Kernstadt, übernahm die Einsatzleitung. Ein „Hotelgast“, der sein Zimmer nicht rechtzeitig verlassen konnte, rief auf dem Balkon im 3. Obergeschoss lautstark um Hilfe und musste mit der Drehleiter „gerettet“ werden. Zwischenzeitlich gingen vier Feuerwehrleute unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in das Untergeschoss vor. Die Wasserversorgung wurde dabei durch Wandhydranten sicher gestellt. Ein weiterer Trupp unter Atemschutz kontrollierte die „verrauchten Bereiche“ im Obergeschoss. Zusätzliche Atemschutzgeräteträger standen als Reservetrupps bereit.

Nieder-Mörlens Wehrführer Bernd Hartmann leitete den Einsatzabschnitt auf der Parkseite des Gebäudes. Dort steht eine außenliegende Saugstelle des Hotelschwimmbads als Wasserversorgung zur Verfügung. Nachdem die Übungspuppe aus dem verqualmten Konferenzraum gerettet war, wurde die Übung beendet.

Der „Brandbereich“ war realitätsnah verraucht und konnte nur unter Atemschutz betreten werden. Die Wasserversorgung beim ersten Löschangriff kam vom Wandhydranten.

Direkt nach der Übung äußerten sich General Manger Michel Prokop und der Technische Leiter des Hotels, Peter Weihert, sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung. „Bis auf Kleinigkeiten funktioniert unser Evakuierungskonzept“, so Weihert. Stadtbrandinspektor Ronald Neumann, sein Stellvertreter Wolfgang Löffler und Brandschutzdezernent Peter Baumann beobachteten die Arbeit der Feuerwehr. Neumann dankte den Verantwortlichen des Hotels für die Möglichkeit so realitätsnah üben zu können. Er lobte besonders die Zusammenarbeit während des Übungseinsatzes: „Für den Einsatzleiter stand zu jeder Zeit ein Ansprechpartner der Hotelleitung zur Verfügung. Bei so einem großen Objekt sind die Detailkenntnisse eines Kundigen im Einsatzfall für die Feuerwehr sehr wichtig.“ Als schwierig bezeichnete er die Kommunikation per Funk in diesem Gebäude. So war es beispielsweise nicht immer möglich mit den Angriffstrupps im Untergeschoss zu sprechen.

Der Notfallplan funktioniert! 125 Hotelgäste und Hotelmitarbeiter wurden in kurzer Zeit evakuiert.

Text und Bilder: Robert Winkler, FF Nieder-Mörlen