Kappenabend 2011

Feuerwehr wird zum Olymp

Am vergangen Samstagabend pünktlich um 20.11 Uhr startete im Schulungsraum der Kappenabend der Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Mörlen.
Das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr heizte dem Narrenbau gleich richtig ein und sorgte für die richtige Stimmung und musikalische Untermalung während der gesamten Sitzung.

Als Griechische Göttinnen führten gekonnt Susanne Dahm und Heike Dallwitz durch das Programm. Alles rund um das Götterleben wurde von ihnen so dargestellt wie es eigentlich wirklich ist.

Götterbote Hermes alias Berthold Heil versorgte in alt bekannter Manier alle Akteure mit dem diesjährigen Orden sowie Getränken.

Zur Eröffnung tanzte die Tanzgruppe Spirit einen Can-Can die mit schwingenden Beinen und tänzerischem Geschick das Publikum begeisterten. Es tanzten : Petra Schwert, Heike Schnorr, Susanne Weyhrauch-Clausen, Sylvia Gerecht, Bärbel Brauburger, Patrizia Röhr und Ulrike Herr welche auch diesen Tanz einstudierte.

Wie ein alter Hase, ging Viktoria Dallwitz, mit Ihren 12 Jahren zum 3. Mal in die Bütt. Gekonnt zog sie dieses mal mit ihren Sprüchen und Reimen über Ihre Faschingsfamilie her.

Als Weinkönigin ging Jessika Heil in die Bütt. Bei der Prüfung zur Weinkönigin musste sie, neben zeigen von Etikette, viel trinken und am liebsten trinkt sie Ihren Wein natürlich selber. Auch berichtete sie, dass sie unseren Bürgermeister bei einer Weinprobe getroffen habe und nach späterer Stund dieser in eine Traubenbütt gefallen war. Nach Verlust von „ Hos und Jack“ dabei der gute Wein „Nauheimer Nacktarsch“ aus Mirle in Hesse entstanden ist.

Im Anschluss kamen Alexander Lüpke, Simone Sulzbach, Tobias Zimmer, Jasmin Tomenendal, Gerald Dallwitz, Eva-Maria Walter, Sascha Klös, Sandra Zimmer, Johannes Schmidt und Tanja Ahlheim als gemischte Tanzgruppe aus Männerballett und Fire Dancer`s mit einem Rock&Roll „Walk this way“ auf die Bühne. Gekleidet wie in den 60 `ern , tanzten sie begeisternd für das Publikum. Eine Zugabe wurde stürmisch gefordert. Einstudiert wurde dieser Tanz von Jessika Heil.

Anschließend suchten“ zweier Übriggebliebener“ aus dem Hinterland Christine Hammann und Martina Galbierz einen Mann. Sie berichteten in Ihrem Vortrag, wie schwer es ist, einen Mann während der Faschingszeit zu finden. Als Discoqueens gingen sie zum Schluss halt ohne Männer in die Faschingszeit um richtig Party zu machen.

Bürgermeister Bernd Witzel trat danach in die Bütt und lobte die bis dahin wunderbare Sitzung und dankte den Organisatoren der Feuerwehr.

Danach überreichte er Susanne Dahm den Bürgermeisterorden, für Ihre langjährige Arbeit im Fasching. In der Laudatio berichtete er über Ihr zweites Ich, welches bereits mit 6 Jahren begann.

Die Pfarrfrauen, traten dieses Jahr wieder mit tollen Kostümen auf die Bühne. Mit Ihrem Lied „ BLOOFOISS“ heizten sie dem Publikum mit allen Zellen Ihres Körpers ein und äußerten, dass Sie „ GUT DRUFF SIND„ dabei forderten sie das Publikum zum Mitsingen auf, bis der Saal bebte. Es sangen Cäcilia Walter, Ulrike Heil, Gertrud Schätzle, Rosel Hirzmann, Christel Hintermüller, Christa Schlitz, Ursula Hobler, Karin Walke und Rosel Braun. Begleitet wurden die Damen am Akkordeon von Erwin Walke.

Horst Risch weis natürlich, was als Musiker des Blasorchesters gut ist für das Publikum. Er ging als starker Musikkritiker in die Bütt, um dem Publikum zu erläutern wie wichtig ein gut gespielter Narrhallahmarsch ist. Das Blasorchester der Feuerwehr präsentierte sich wie gewohnt von seiner besten Seite und untermalte die geforderten Lieder von Horst Risch gekonnt.
Ein echter Glanzpunkt an diesem Abend waren die Firedancer`s, in Ihren Sexy Kostümen, mit Ihrer Rocky Horror Picture Show. Das Publikum war so begeistert, dass eine Rakete gestartet und natürlich eine Zugabe gefordert wurde. Im Einzelnen tanzten für die Firedancer`s: Jessica Heil, Hannah Keiling, Jasmin Tomenendal, Simone Sulzbach, Miriam Kuczborski, Sandra Zimmer und Eva Maria Walter. Dieser Tanz wurde von Jessika Heil einstudiert.

Als letzte Büttenrednerin an diesem Abend , kam Claudia Schlitz auf die Bühne. In der Rolle eines Dicken Mannes berichtete sie, welche Leiden ein Mann durchmachen muss, wenn er mal ein paar Kilo abnehmen möchte. Höllenqualen sind es wenn man vor einem Buffet steht und dann doch die Beherrschung verliert gilt es dann nur noch Essen, Essen, Essen.

Das absolute Highlight dieses gelungenen Abends, lieferten dieses Jahr die Männer der Einsatzabteilung. Als Pinguine und Pinguinetten tanzten Sie auf „Ice-Ice-Baby“ und „I like to move it“ einen gekonnten Hip Hop, bis das Publikum Kopf stand. Es tanzten im Männerballett: Bernd Hartmann, Alexander Lüpke, Gerald Dallwitz, Tobias Zimmer, Klaus Ort, Sascha Klös, Johannes Schmidt und Frederik Wörn. Mit einer Zugabe wurde dann dem närrischen Publikum erst richtig eingeheizt. Einstudiert hatte die Gruppe Heike Dallwitz.

Zu guter Letzt bedankten sich die Göttinnen bei allen Aktiven, dem Küchenteam das von Timo Zuchowski geleitet wurde, sowie der Technik und dem Auf- und Abbauteam für die geleistete Unterstützung.

Auf das Lied „ Hallelujah „ kamen dann alle Aktiven zum Finale auf die Bühne und bedankten sich somit bei dem Publikum für den schönen und gelungenen Abend. Mit einem Samba-Potpourie und einer Polonaise durch den Saal endete dann die Sitzung.

Alarmübung 2010 Harvey-Klinik

Realistische Übung in leerer Klinik am 03.11.2010

Bad Nauheim (pm/bk). Großbrand in einer Klinik – ein Horrorszenario, das sich niemand wünscht, auf das die Feuerwehren der Kurstadt gleichwohl vorbereitet sein müssen. Deshalb inszenierten die Verantwortlichen für Mittwochabend eine Übung unter realistischen Voraussetzungen.

Den Brandschützern kam dabei die Tatsache zugute, dass das ehemalige Gebäude der Harvey-Klinik am Kaiserberg seit längerer Zeit leer steht. Dort konnten die Wehren ihren Einsatz trainieren, ohne den Krankenhausbetrieb zu stören oder viel Rücksicht auf Gebäude und Einrichtung nehmen zu müssen.

Die Alarmierung erfolgte am Mittwoch um 19 Uhr. Der Übungsplan: Im zweiten Stock des Gebäudes am Kaiserberg war ein Feuer ausgebrochen, das auf die darüberliegenden Geschosse überzugreifen drohte.
Durch die starke Rauchentwicklung konnten einige Patienten die Rettungswege nicht mehr erreichen und mussten über die Drehleiter und durch Atemschutztrupps gerettet werden.

Die Feuerwehrleute aus der Kernstadt trafen zuerst am Übungsort ein und leiteten die Rettung der Personen und den ersten Löschangriff ein. Nach und nach fanden sich die Einsatzkräfte aus Nieder-Mörlen, Rödgen, Schwalheim und Steinfurth mit ihren Fahrzeugen ein und unterstützten ihre Kollegen. Nachdem »Personal« und »Patienten« aus dem Gebäude geholt und alle angenommenen Brandherde gelöscht waren, wurde die Übung beendet.

Hoch zufrieden mit den gezeigten Leistungen waren die Übungsleitung mit Stadtbrandinspektor Ronald Neumann an der Spitze und die Beobachter. Dazu gehörten der städtische Brandschutzdezernent Peter Baumann und Dr. Klaus-Peter Ratthey (Krankenhaus-Einsatzleiter und Leitender Notarzt des Wetteraukreises) von der Helios-William-Harvey-Klinik. »Übungen an Sonderobjekten wie Krankenhäusern sind nicht nur für die Feuerwehren ein wichtiges Ausbildungselement, sondern geben auch den Verantwortlichen der Kliniken Gelegenheit, bestehende Rettungskonzepte überprüfen zu lassen«, erklärte Ratthey. »Aus diesem Grund hat die Harvey-Klinik den Feuerwehren ihr altes Gebäude zur Verfügung gestellt.« Die Feuerwehren dankten Klinik-Geschäftsführer Florian Lendholt für die Zusammenarbeit und der Jugendfeuerwehr Dorheim für die Unterstützung bei der Übung.

Zum Abschluss wurde der Übungsverlauf im Feuerwehr-Stützpunkt besprochen, wo auf die Beteiligten ein Imbiss wartete.

Quelle: www.wetterauer-zeitung.de

Kappenabend 2010

Mit „Feuer auf dem Dach“ brachten 18 Tänzerinnen und Tänzer den Feuerwehrsaal in Nieder-Mörlen zum Kochen.

Am vergangenen Samstag, pünktlich um 20.11h, startete die Freiwillige Feuerwehr Nieder-Mörlen ihren diesjährigen Kappenabend.

Vor nicht ganz ausverkauftem Saal begrüßten Lisbeth, alias Susanne Dahm und Elfriede, alias Heike Dallwitz die Zuschauer. In diesem Jahr kamen die Beiden von einer Kreuzfahrt und trafen sich auf der Feuerwehr-Bühne auf eine Tasse Kaffee, um sich ihre gemeinsamen Bilder anzusehen.

Als erstes schwärmte Elfriede von den tollen Mädels der Bord-Crew in ihren tollen Uniformen. Diese wurde von der mittleren Garde des Weiseler Karnevalsvereins (WKV) mit einem tollen Gardetanz dargestellt. Die Garde ist bei der Feuerwehr immer ein gerngesehener Gast und eine Bereicherung für das Programm.

In diesem Jahr startete der Büttenreden-Reigen gleich mit 2 Nachwuchskünstlern. Antonia Dallwitz, 8Jahre alt, war der Meinung, dass sie zwar zum Reden vielleicht noch einen Hocker braucht um über den Rand der Bütt zu schauen, aber trotzdem für die Fastnacht nicht zu klein sei. Ihr Debüt in der Bütt war ein voller Erfolg und wurde mit viel Applaus belohnt.

Germany`s Next Top-Model war bei der Feuerwehr-Sitzung auch mit von der Partie. Constantin Boden schlüpfte in diese Rolle und lief auf Highheels und Minirock mit schwingenden Hüften über die Bühne. In seinem Vortrag nahm er nicht nur das Leben eines Top-Models, sondern auch die Politik unter die Lupe. Auch die Wehrführung und der Vorstand der Feuerwehr bekamen ihr Fett weg.

Ein Bienenschwarm, tänzerisch dargestellt von den Frauen der Pfarrei (Christel Hintermüller, Christa Schlitz, Ulrike Heil, Elke Ratz, und Ersatzbiene Jessica Heil) sorgten dann für Aufregung im närrischen Bau.

Nach der Begrüßung der Ehrengäste waltete Bürgermeister Bernd Witzel seines ehrenvollen Amtes und verlieh den Bürgermeisterorden der Stadt Bad Nauheim in diesem Jahr an das Blasorchester der Feuerwehr.

Dieser wurde von Claudia Schlitz, stellvertretend für das gesamte Orchester entgegengenommen.

Mit einer Runde Schunkellieder bedanke sich das Blasorchester beim Publikum und dem Bürgermeister.

Als Emanze Constanze ließ Jessica Heil kein gutes Haar an den Männern, so dass Elfriede ihr zum Schluss Begleitschutz anbieten musste.

Auf das ruhige Almleben kam danach Martina Galbierz in Dirndl und Wanderschuhen zu sprechen. Aber sie wurde schnell von Christina Hammann als Lady Rock aus der Großstadt unterbrochen. Beide lieferten sich ein Rededuell, das die Lachmuskeln des Publikums strapazierte.

Die Fire-Dancers (Eva-Maria Walter, Hannah Keiling, Sandra Zimmer, Jasmin Tomänendahl und Jessica Heil) entführten die Zuschauer dann in den wilden Westen. Ein spritziger Tanz, mit American Line Dance Elementen, wurde mit viel Applaus und Zugabe Rufen belohnt.

Vor der Pause schwärmte Lisbeth dann vom guten Essen an Bord, wobei Elfriede eher wenig mit den kulinarischen Genüssen anfangen konnte. Sie sehnte sich nach einem gebratenen Hähnchen oder einem guten Handkäs. Zur Melodie von Angie (von den Rolling Stones) sangen die beiden dann ein Loblied auf ihre Lieblingsspeisen. Diese Gesangseinlage wurde vom Publikum mit großem Applaus belohnt.

Nach der Pause wurden dann alle Helfer hinter den Kulissen, die Techniker, die Küchen und Thekenmannschaft, die Bedienungen und die Kassierer auf die Bühne geholt und bekamen für ihren Einsatz den diesjährigen Hausorden.

Ehrenpräsident Horst Risch stand in diesem Jahr als Ex-Weinkönig vom Johannisberg in der Bütt.

Die Zuschauer lauschten mit Spannung seinem Vortrag.

Jahresabschlussübung 2009 in der amerikanischen Wohnsiedlung

03.12.2009 – In aller Regel werden die Feuerwehren heutzutage nicht mehr durch Sirenen alarmiert. Heulen die Sirenen dennoch, ist das also eine nicht alltägliche Situation. So geschehen vor einigen Tagen in Nieder-Mörlen. Wehrführer Bernd Hartmann und sein Team hatten sich für die herbstliche Alarmübung eine ganz besondere Übungslage ausgedacht.

Als Übungsobjekt diente ein Block der ehemaligen amerikanischen Wohnsiedlung in Bad Nauheim. Diese Gebäude werden zurzeit für den Abbruch vorbereitet und bieten so fast ideale Übungsmöglichkeiten.

Das Übungsdrehbuch sah folgende Lage vor: Bei Schweißarbeiten im Keller war ein Brand ausgebrochen und dabei wurden drei Personen vermisst. Das Kellergeschoss war stark verraucht. Personen im 2. und 3. Obergeschoss war der Fluchtweg durch den ebenfalls verrauchten Treppenraum abgeschnitten.

Zusammen mit den beiden Löschgruppenfahrzeugen aus Nieder-Mörlen erreichte auch die Drehleiter der Kernstadt die fiktive Einsatzstelle. Einsatzleiter Dirk Kahlert schickte zwei Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung in den Keller vor. Ein weiterer Trupp stand als Rettungstrupp in Bereitschaft. Parallel dazu ließ er jeweils eine Person über den Korb der Drehleiter aus dem 2. und 3. Obergeschoss retten. Zusätzlich wurde die „Einsatzstelle“ mit einem Hochdrucklüfter rauchfrei geblasen. Nach kurzer Zeit waren die Vermissten gefunden und mit Tragen in Freie gebracht worden.

Als Beobachter der Übung waren Bad Nauheims Brandschutzdezernent Peter Baumann und der stellvertretende Stadtbrandinspektor Wolfgang Löffler erschienen. In einem kurzen Resümee lobten sie die gute Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten und das zügige Vorgehen der Einsatzkräfte. Wehrführer Bernd Hartmann lud nach dem Abbau der Gerätschaften zu einem kleinen Imbiss in das Feuerwehrhaus ein.

Text: Robert Winkler, FF Nieder-Mörlen

Alarmübung 2009 – Dolce Bad Nauheim

Bad Nauheim: „Brand“ im Hotel Dolce gelöscht und 125 Personen evakuiert

10.11.2009 – Eine Alarmübung bei laufendem Hotelbetrieb ist für eine Feuerwehr leider nur selten durchführbar. Bei der jährlichen Evakuierungsübung des Hotel Dolce übten jetzt 125 Hotelgäste, Mitarbeiter und die Feuerwehren Bad Nauheim und Nieder-Mörlen miteinander.

Erschrocken sahen viele Bad Nauheimer Bürger am Montagabend mehrere Feuerwehrfahrzeuge aus Nieder-Mörlen und der Kernstadt mit zuckenden Blaulichtern und Martinshorn durch die Stadt fahren. Ziel war für alle das Hauptgebäude des Hotel Dolce. Zumindest bei der Alarmierung war nur einem kleinen Personenkreis bekannt, dass es sich um eine Alarmübung handelte. Wie andere Hotels hat auch das Dolce einen Notfallplan wie bei einem Brand zu verfahren ist. Der Schutz der Hotelgäste und Mitarbeiter hat dabei oberste Priorität. Um das Evakuierungskonzept zu überprüfen und das Personal zu unterweisen führt das Dolce jährlich einmal eine Räumungsübung durch. Stadtbrandinspektor Ronald Neumann nahm gerne die Einladung der Hoteldirektion an bei dieser Übung mitzuwirken. Bietet sich doch für eine Feuerwehr nur selten die Möglichkeit in einem solchen Objekt bei laufendem Betrieb zu üben.

Das Übungsdrehbuch sah vor, dass in einem ungenutzten Seminarraum im Untergeschoss ein Brand ausbrach. Ein Hotelgast bemerkte es und betätigte den Feuermelder. Telefonisch kam die Ergänzung „Rauch im Keller!“.

Einsatzleiter Kay Wilde (oben Mitte) bespricht sich mit seinen Führungskräften und orientiert sich am Brandmeldetableau des weitläufigen Gebäudekomplexes.

Parallel zur Alarmierung der Feuerwehr begannen die Mitarbeiter damit das Gebäude zu räumen. Dazu kontrollierten sie alle 160 Gästezimmer und die 27 Konferenzräume des Hotels. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr waren die zu diesem Zeitpunkt 75 Hotelgäste und 50 Hotelbediensteten bereits im Freien in Sicherheit.

Aus der Kernstadt und Nieder-Mörlen eilten 45 Feuerwehleute mit acht Fahrzeugen zum Übungsobjekt. Kay Wilde, Wehrführer der Kernstadt, übernahm die Einsatzleitung. Ein „Hotelgast“, der sein Zimmer nicht rechtzeitig verlassen konnte, rief auf dem Balkon im 3. Obergeschoss lautstark um Hilfe und musste mit der Drehleiter „gerettet“ werden. Zwischenzeitlich gingen vier Feuerwehrleute unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in das Untergeschoss vor. Die Wasserversorgung wurde dabei durch Wandhydranten sicher gestellt. Ein weiterer Trupp unter Atemschutz kontrollierte die „verrauchten Bereiche“ im Obergeschoss. Zusätzliche Atemschutzgeräteträger standen als Reservetrupps bereit.

Nieder-Mörlens Wehrführer Bernd Hartmann leitete den Einsatzabschnitt auf der Parkseite des Gebäudes. Dort steht eine außenliegende Saugstelle des Hotelschwimmbads als Wasserversorgung zur Verfügung. Nachdem die Übungspuppe aus dem verqualmten Konferenzraum gerettet war, wurde die Übung beendet.

Der „Brandbereich“ war realitätsnah verraucht und konnte nur unter Atemschutz betreten werden. Die Wasserversorgung beim ersten Löschangriff kam vom Wandhydranten.

Direkt nach der Übung äußerten sich General Manger Michel Prokop und der Technische Leiter des Hotels, Peter Weihert, sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung. „Bis auf Kleinigkeiten funktioniert unser Evakuierungskonzept“, so Weihert. Stadtbrandinspektor Ronald Neumann, sein Stellvertreter Wolfgang Löffler und Brandschutzdezernent Peter Baumann beobachteten die Arbeit der Feuerwehr. Neumann dankte den Verantwortlichen des Hotels für die Möglichkeit so realitätsnah üben zu können. Er lobte besonders die Zusammenarbeit während des Übungseinsatzes: „Für den Einsatzleiter stand zu jeder Zeit ein Ansprechpartner der Hotelleitung zur Verfügung. Bei so einem großen Objekt sind die Detailkenntnisse eines Kundigen im Einsatzfall für die Feuerwehr sehr wichtig.“ Als schwierig bezeichnete er die Kommunikation per Funk in diesem Gebäude. So war es beispielsweise nicht immer möglich mit den Angriffstrupps im Untergeschoss zu sprechen.

Der Notfallplan funktioniert! 125 Hotelgäste und Hotelmitarbeiter wurden in kurzer Zeit evakuiert.

Text und Bilder: Robert Winkler, FF Nieder-Mörlen

Ausflug der Einsatzabteilung 2009

Vom 09.10.08 bis 11.10.08 war es mal wieder soweit. Die Einsatzabteilung der FFNM machte ihren jährlichen Wochenendausflug. In diesem Jahr ging es nach Winterberg. Der erste Abend klang bei gegrillten Würstchen, Steaks und kalten Getränken aus.

Die für Samstag geplante Besichtigung der Sprungschanze in Willingen mußte wegen Nebels leider abgesagt werden. Am Nachmittag stand ein Besuch des Lagunenbades in Willingen auf dem Programm. Dieser Besuch brachte einen hohen Spaßfaktor, nicht zuletzt durch den Aqua-Rutschenpark. Aber auch die Entspannung kam dank Saunawelt nicht zu kurz. Am Samstagabend gab es leckeres Essen im „Don Camillo“ in Willingen.

Am Sonntag besuchten wir traditionell eine Kartbahn, bevor die Heimreise angetreten wurde.

Übung „Technischen Hilfeleistung Verkehrsunfall“ 2009

Richtiges Vorgehen bei einer „Technischen Hilfeleistung Verkehrsunfall“,

so lautete das Ausbildungsthema der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Mörlen am Montagabend, dem 22.06.2009. Unter der Leitung des Stadtbrandinspektors Ronald Neumann, hatten sich die Einsatzkräfte auf dem Stützpunkt eingefunden, um sich mit diesem Thema zu befassen.

Als erstes wurde das taktisch richtige Vorgehen an der Einsatzstelle in der Theorie erörtert. Dann erklärte Neuman die Gerätschaften des Rüstwagens, die man bei einem Unfall benötigen könnte. Danach folgte der praktische Teil. Dieser konnte sehr realitätsnah an einem PKW durchgeführt werden, welchen netterweise die Lebensgefährtin eines Feuerwehrmannes zur Verfügung gestellt hatte.

Nachdem die Aufteilung der Einsatzstelle, Verletztenablage, Geräteablage und Ablagefläche für entnommene Fahrzeugteile festgelegt waren, wurde mit dem Unterbauen des Fahrzeuges begonnen. Als nächstes folgte das Glas-Management. Es wurde mit dem Glasmaster ein waagrechter Schnitt durch die Frontscheibe gemacht und die abgeklebten, hinteren Seitenscheiben mit dem Federkörner zum Zerspringen gebracht und herausgeholt. Danach folgte ein Airbagscreening.

Nun wurde an den Scharnieren der Fahrertür ein Spalt mit dem Spreizer geschaffen, um diesen richtig ansetzen zu können und die Tür dann heraus zu spreizen. Dasselbe geschah mit der Beifahrertür. Danach wurden die A- und B- Säule durchtrennt, sowie Entlastungsschnitte am Dach gemacht und dieses dann nach hinten weggeklappt. Zum Schluss wurde noch mittels Rettungszylinder, welcher auf der Fahrerseite eingesetzt wurde, der Fahrzeugvorderbau nach vorne gedrückt und somit der Fußraum vergrößert. Zum Schluss dankte Wehrführer Bernd Hartmann dem Stadtbrandinspektor für seine Ausbildung und die Gruppe trat den Heimweg an.

Sonderausbildung Erste Hilfe am 16.03.2009

„Herz- Kreislauf- Stillstand, was tun“…..

….. so hieß das Thema der Ausbildung am Montag, den 16.03.2009 für die Feuerwehr Nieder-Mörlen.

Allein die Vorstellung, einen Menschen mit Herz- oder Atemstillstand wiederbeleben zu müssen, macht vielen Menschen Angst. Es ist die Angst, etwas falsch zu machen oder wegen vermeintlicher Fehler rechtlich belangt zu werden. All diesen Menschen sei gesagt: „Nichts ist schlimmer, als nichts zu machen“. Um den Kameraden der Feuerwehr Nieder-Mörlen die Unsicherheit für den Fall einer erforderlichen Reanimation zu nehmen, steht die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) regelmäßig auf dem Schulungsprogramm. Unter der Anleitung erfahrener Rettungsassistenten der Johanniter Unfallhilfe fand am 16.03. 09 wieder eine solche Unterweisung statt. Nach einer kurzen theoretischen Einführung über die Veränderungen bei der HLW, wurde an den zahlreich zur Verfügung gestellten Puppen geübt. Alle Teilnehmer konnten am eigenen Leibe erfahren, daß eine Reanimation eine schweißtreibende Angelegenheit sein kann.

Das nächste Thema der Unterrichtseinheit war die Defibrilation mit einem sogenannten AED-Gerät, auch als Laiendefibrilator bekannt. Nur wenige Bürger von Bad Nauheim wissen, daß im Stadtgebiet ca. 18 solcher Geräte zur Verfügung stehen, um im Falle eines Herzkammerflimmerns sofort lebensrettende Maßnahmen einleiten zu können. Diese Geräte arbeiten halbautomatisch und können von jedermann ohne Vorkenntnisse bedient werden. Das Gerät analysiert, ob ein elektrischer Schock notwendig ist und bereitet diesen vor. Der Ersthelfer wird vom Einschalten des Gerätes bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch exakte Sprachansagen auf die durchzuführenden Schritte hingewiesen, so daß Fehlbedienungen unmöglich sind.

Den Abschluß der Unterrichtseinheit bildete die stabile Seitenlage. Auch die stabile Seitenlage ist eine lebensrettende Sofortmaßnahme, da dadurch verhindert wird, daß die bewußtlose Person durch Erbrochenes ersticken kann. Die stabile Seitenlage hat sich in den vergangenen Jahren deutlich vereinfacht, so daß die Schulung für die Ersthelfer eine deutliche Erleichterung darstellt.

Wollen wir hoffen, dass wir das Gelernte niemals anwenden müssen, aber für den Fall daß es doch notwendig wird, sind die Kameraden der Feuerwehr Nieder-Mörlen bestens gerüstet.

Sonderübung Atemschutzgeräteträger am 07.03.09

„Taktisches Vorgehen im Innenangriff“…..

….. so hieß das Thema der Ausbildung am Samstag den 07.03.2009 einiger Atemschutzgeräteträger aus Nieder Mörlen.

Unter der Leitung von Wolfgang Brang hatten sich 7 Atemschutzgeräteträger am Samstag morgen im Gerätehaus in Nieder Mörlen eingefunden, um sich mit diesem Thema auseinander zusetzen.

Als erstes wurde auf die richtige persönliche und auch erweiterte Schutzausrüstung für den Innenangriff und die Aufgaben des Sicherheitstrupps eingegangen. Danach ging es zur Stationsausbildung.

Die erste Station beinhaltete das richtige Öffnen einer mit Hitze beaufschlagten Tür und die dafür zur Verfügung stehenden Mittel.

An der zweiten Station wurde die Rauchgaskühlung mit dem Hohlstrahlrohr und das Verhalten bei einem Flashover trainiert.

Zum Abschluss gab es noch eine Übung, bei der zwei Atemschutztrupps zum Einsatz kamen. Der Erste Trupp ging unter null Sicht mit einem C-Rohr in das Gebäude zur Brandbekämpfung vor. Er gelang in einen thermisch hoch aufbereiteten Raum, wo es darum ging, den Rauch abzukühlen und sich dann vor einem Flashover zu schützen.

Der Rückzugsweg wurde ihm durch Feuer, was auch dem Trupp seinen Schlauch zum platzen brachte, abgeschnitten.

Daraufhin wurde der Sicherheitstrupp mit zweitem C-Rohr vor geschickt. Dieser löschte das Feuer und beide Trupps kamen wieder unverletzt nach draußen.

An dieser Stelle sei gesagt, dass das ganze Szenario natürlich nur simuliert wurde.